Lieber Fremont, welche Möglichkeiten gibt es Cellulite zu behandeln?

Als ich zum ersten Mal gesehen habe, dass ich leichte Cellulite habe, habe ich das nicht wirklich ernst genommen. Ich dachte mir, dass das schon von alleine wieder weggehen wird und wollte mich da nicht allzu sehr hineinsteigern. Doch dann, nach einem besonders langen Winter, stand ich in meinem alten Badeanzug vor meinem großen Spiegel und musste mit Schrecken feststellen, dass meine Cellulite sehr viel schlimmer geworden war. Fast schon panisch bin ich daraufhin in den nächsten Drogeriemarkt gelaufen und habe die Verkäuferin gefragt, ob sie mir irgendwas gegen Orangenhaut empfehlen könne. Denn heutzutage gibt es doch gegen fast alles irgendeine Creme und ich hatte mich dunkel daran erinnert, mal einen Werbespot gesehen zu haben, in dem damit geworben wurde, dass sich mit einer bestimmten Creme die Cellulite erheblich reduzieren lässt.

Der (panische) Ausflug in einen Kosmetikladen, White Rabbit hat zugeschlagen 😀

Der weiße Hase
Fremont, The White Rabbit hat zugeschlagen. Die Produkte waren einfach zu verführerisch.

Die nette Dame hat mir dann auch gleich eine teure Anti-Cellulite Creme empfohlen, die ich, ohne groß nachzudenken, dann auch sofort gekauft habe. Kein Wunder: Denn verspricht jemand einem, mit wenig Aufwand viel zu erreichen, nimmt man diese Chance natürlich wahr. Brav habe ich danach morgens und abends mit dieser Creme meine Problemstellen eingecremt und hatte teilweise auch tatsächlich das Gefühl, dass die Anti-Cellulite Creme hilft. Bis eine Freundin zu mir meinte, dass die Cremes gar nichts bringen würden. Da bin ich dann nämlich auf die Idee gekommen meine Cellulite alle paar Wochen zu fotografieren und diese Fotos miteinander zu vergleichen.

Und siehe da: die Anti-Cellulite-Creme hat nichts gebracht!

Kein Wunder, wie ich hinterher erfahren habe, da sich Cellulite ja nicht in der obersten Hautschicht befindet sondern in den unteren Hautschichten. Und diese erreicht man mit einer Creme nicht mal annähernd. Die einzige Wirkung, die ich mir von dieser Creme hätte erhoffen können, wäre gewesen, wenn ich die Creme richtig einmassiert hätte. Und hätte sich die Cellulite dann reduziert, wäre das auch nicht wegen der Creme gewesen, sondern wegen der Massierung der betroffenen Stellen.

Zu welcher Cellulite-Behandlung hat mir die Hautärztin geraten?

Nach dieser herben Enttäuschung habe ich mir fest vorgenommen, den Beginn von 2015 zum Anlass zu nehmen, effektiv gegen meine Cellulite anzugehen. Dafür bin ich zu meiner behandelnden Hautärztin gegangen und habe sie gefragt, was denn nun wirklich gegen Cellulite hilft. Und sie gab mir dann folgende Tipps: Die Ernährung umstellen, Sport treiben und regelmäßig bestimmte Übungen machen. Ein wenig enttäuscht war ich schon nach diesem Gespräch, da ich doch irgendwie ein klein wenig die Hoffnung hatte, dass es irgendein Wundermittel oder eine einfache und kurze Behandlung gibt, mit der die Orangenhaut wie von selbst verschwindet. Doch wie die Hautärztin mir erklärt hat, muss man, wenn man was für seine Schönheit und gegen zu viel Fett und Orangenhaut tun möchte, schon aktiv werden.

Beine mit schwacher Cellulite
Mit Sport ist die Cellulite an den Beinen schwächer geworden. Nicht mehr lange und sie verschwindet ganz! 🙂

Sie hat mir dann ein paar Tipps für eine ausgewogene Ernährung und spezielle Übungen empfohlen, mit denen man sich quasi selbst behandeln kann, und ich nahm mir zu Beginn des Jahres 2015 fest vor, all diese Ratschläge 2015 auch wirklich umzusetzen. Denn ich hatte mich lang genug mit Cellulite herumgeärgert und nachdem die Hoffnung, die Cellulite wie durch ein Wunder loswerden zu können nach den schlechten Erfahrungen mit der Anti-Cellulite Creme und dem Gespräch mit der Hautärztin in Luft aufgelöst wurde, blieb mir auch nicht wirklich etwas anders übrig, um dieses Problem endlich zu beseitigen.

 

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Wie Cellulite mein Leben beeinflusst hat

Meine Lieben, kennt ihr das auch: Zu Beginn eines neuen Jahres nimmt man sich fest vor, nicht nur endlich ein paar Kilo abzunehmen, sondern auch endlich seine Orangenhaut loszuwerden. Denn ganz ehrlich: Wer findet es schon toll, Cellulite zu haben?

Wer bin ich?

Ich bin nun 43 Jahre alt und hatte seit etwa 20 Jahren mit Cellulite zu kämpfen. Wäre die Cellulite nur an Stellen, die kaum jemand jemals zu Gesicht bekommt, wie zum Beispiel am Rücken oder unten den Füßen, wäre es ja nicht so schlimm. Aber Orangenhaut an Beinen und Po zu haben ist wirklich nicht toll! Die Zeiten, in denen man dann abends spontan mit Freunden in einen See springen konnte, sind dann nämlich vorbei. Generell ist es mir über die Jahre immer schwerer gefallen, ins Schwimmbad zu gehen und mich dort im Badeanzug zu zeigen. Denn auch, wenn man einen kleinen Bauch mit dem richtigen Badeanzug gut kaschieren kann: die unliebsamen Dellen, die die Haut an Po und Oberschenkel zieren, lassen sich in einem Badeanzug nicht kaschieren.

Frau hat starke Cellulite an den Beinen
Hier sieht man ausgeprägte Cellulite an den Oberschenkeln.

Der Neid auf Frauen ohne Cellulite

Ich weiß, dass es wesentlich schlimmere Dinge gibt, als Cellulite zu haben. Aber jedes Mal, wenn ich in den letzten Jahren in einem Schwimmbad war, war ich hinterher total deprimiert. Das kann auch daran gelegen haben, dass ich dort die ganzen jungen Frauen gesehen habe, die nicht mal den Hauch einer Orangenhaut haben. Wie du dir sicher denken kannst, war ich deshalb jahrelang nicht mehr mit meinem Partner in einem Schwimmbad. Denn ich hatte wirklich Angst, dass er sich dann für meine Haut schämt, oder, was noch schlimmer gewesen wäre, dass er die Frauen, die dieses Problem nicht haben, bewundernd ansehen würde.

Doch nicht nur die Besuche im Schwimmbad fielen mir mit diesem “Makel” schwerer. Auch konnte ich nicht mehr so kurze Kleider tragen, wie noch vor über 20 Jahren. Was habe ich kurze Kleider geliebt … Besonders im Sommer, wenn es so heiß war, dass man sich kaum bewegen konnte, ohne gleich ins Schwitzen zu kommen, gab es nichts Schöneres, als sich in ein kurzes Kleid zu schwingen und sich die Luft um die Beine wehen zu lasse. Doch mit Orangenhaut geht es einem nicht mehr darum, seinen Körper möglichst gut in Szene zu setzen, sondern mehr darum, sich möglichst so zu kleiden, dass man diesen Makel nicht sieht. Und das finde ich ganz schön traurig!

Wegen meiner Cellulite wurde ich ausgelacht

Ich hatte ein Mal, vor 5 Jahren war das glaube ich, ein kürzeres Kleid an und weiß noch genau, wie zwei Teenager angefangen haben zu kichern und zu tuscheln, als sie gesehen habe, dass ich einige Dellen an meinen Oberschenkeln habe. Das war mir so dermaßen peinlich und ich war sehr froh, dass mein Partner das nicht mitbekommen hat. Nachher hätte ich er sich auch für mich geschämt … Zwischendurch gibt es zwar immer mal wieder Zeiten, in denen ich versuche, meinen Körper so zu akzeptieren wie er ist und einfach damit zu leben, dass ich nun mal Orangenhaut habe, aber das hielt meistens nicht lange an.

Ich dachte lange Zeit auch, dass man gegen Cellulite einfach nichts machen und sich vielmehr damit abfinden müsse. Wie ich heute weiß, war das ein Irrtum und seitdem mache ich mich fleißig daran, meine Cellulite zu bekämpfen. Unterstützung habe ich dabei von meiner besten Freundin bekommen. Die kennt dieses Problem zwar nicht, da sie kein Gramm Fett zu viel an ihrem Körper hat und sehr auf ihre Ernährung achtet, aber das Gefühl, dass da jemand ist, der einen unterstützt, hilft schon.

Cellulite hat meine Lebensqualität stark beeinschränkt

Mit meinem Partner konnte ich nicht so wirklich darüber sprechen. Er wusste zwar, dass ich da ein paar Komplexe habe, aber zu sehr ins Detail wollte ich da auch nicht gehen. Und ich wollte natürlich auch nicht den Fehler machen und ihn auf meine ganzen Makel hinweisen. Ich wollte immer für meinen Partner perfekt sein und wenn man dann weiß, dass ein paar Stellen “nicht ganz so perfekt” aussehen, kann einem das echt zu schaffen machen. Man fühlt sich unsicher und schämt sich und teilweise war ich echt den Tränen nah, wenn ich nackt vor einem Spiegel gestanden und gesehen habe, wie die Haut an meinen Oberschenken und an meinem Po aussieht. Psychisch war diese Zeit sehr belastend und je mehr einem so etwas mitnimmt, umso empfindlicher ist man natürlich. Und das wirkt sich dann wiederum natürlich auf die generelle Lebenszufriedenheit aus.

Teilweise war es bei mir auch so schlimm, dass sich bei mir fast alles nur noch um Beauty gedreht hat. Ich wollte unbedingt richtig toll aussehen und ich habe dann versucht, die Cellulite damit wieder “wett zu machen”, dass ich mich halt in anderen Beauty-Bereichen, wie zum Beispiel bei meiner Frisur, richtig ins Zeug gelegt habe. Doch nach einiger Zeit habe ich dann gemerkt, dass “dieser Wahn” einen nicht glücklich macht. Denn man verbringt so viel Zeit damit, sich zu optimieren und optisch noch besser zu präsentieren, dass man schnell aus den Augen verliert, was wirklich wichtig ist.

Ich habe auch die Probleme meiner Freunde teilweise gar nicht mehr richtig ernst genommen und habe es einmal sogar fertig gebracht zu einer Freundin von mir, die gerade ihren Job verloren hatte, zu sagen, dass sie froh sein soll, dass sie keine offensichtlichen körperlichen Makel hat, denn das wäre ja immerhin noch viel schlimmer. Sie hat darauf dann recht geschockt reagiert und nach einiger Zeit wurde mir dann immer mehr klar, dass irgendwas bei mir schief läuft. Denn nur durch Wünschen und sich beschweren bekommt man keinen tollen Körper! Und Orangenhaut geht auch nicht dadurch weg, dass man zur Beauty-Queen wird und ständig top gestylt herumläuft. Wenn Cellulite das Problem ist, muss man gegen sie angehen und sie behandeln!

 

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